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Unsere EU-Kooperationen

Gemeinsam für Veränderung

Seit vielen Jahren setzt das equalizent auf internationale Kooperationen. Die EU-Projekte, an denen wir mitwirken, dienen allesamt dazu, gehörlosen und schwerhörigen Menschen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen und ihre Jobchancen zu erhöhen. 

Gebärdensprache(n) als Unterrichtssprache sind dabei der Schlüssel zur Veränderung und Inklusion. 

Im Mittelpunkt all unserer EU Kooperationen stehen daher: 

  • die Produktion von bilingualem Unterrichtsmaterial
  • digitales Lernen
  • die Entwicklung innovativer Methodik und Didaktik für den Unterricht gehörloser/schwerhöriger Menschen

Aus der Vernetzung mit Partner_innen anderer EU-Länder entsehen laufend nachhaltig netzbare Materialien.


SIDE - Supporting Innovative models for Deaf youth Empowerment

Das Projekt SIDE wird im Rahmen des ERASMUS + YOUTH Programms der Europäischen Union kofinanziert. Es handelt sich dabei um ein 2-jähriges Projekt, das im März 2017 begann und im Februar 2019 endet.

Ziel des Projekts ist es, ein so genanntes „integriertes Lernmodell“ („Blended Learning“) zu entwickeln, das auf Gebärdensprache, visueller Sprache und Kunst basiert. Dadurch können gehörlose Jugendliche grundlegende, transversale und berufliche Kompetenzen erwerben. Diese unterstützen sie in der Folge beim Übergang von der Ausbildung in die Berufswelt.   

Gehörlose Jugendliche haben Schwierigkeiten Zugang zu Ausbildungen und Arbeitsplätzen zu erlangen. Zudem sollen ihre Beschäftigungsaussichten verbessert werden. Dafür sind Bildungs- und berufsfördernde Programme erforderlich, die ihnen zugänglich sind und die auf den Talenten gehörloser Menschen aufbauen.

Als Lernmethode visuelle Sprachen bzw. Kunst anzuwenden ergibt sich aus der spezifischen Begabung gehörloser Menschen: ihrer Kreativität, die nicht auf gesprochener, sondern auf einer visuellen Sprache (Gebärdensprache) beruht. Auch die Bedeutung des Sehens für ihre Wahrnehmung war ausschlaggebend für die Wahl der Methode.

Der Fokus des Projekts liegt auf der Erarbeitung und Erprobung eines Blended Learning Modells für gehörlose Jugendliche. Das beinhaltet auch reale, informelle Trainingsmethoden (Outdoor-Trainings, Coaching, Improvisationstheater) und virtuellen Unterricht. Die Trainings basieren auf professionellen didaktischen Modulen. Videos und Gebärdensprache werden dabei in eine virtuelle Lernumgebung eingebettet.

Die Erreichung der SIDE-Projekt- und Qualitätsziele wird durch die Umsetzung der folgenden Aktivitäten sichergestellt:

  • Eine Umfrage unter gehörlosen jungen Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren, um ein besseres Verständnis der Motivationen und Barrieren zu entwickeln, die sie beim Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung vorfinden. Ziel ist es, jene Hauptkompetenzen herauszufinden, die im Blended-Learning-Modell entwickelt werden müssen.
  • Schulungen für Projektmitarbeiter_innen, die an der Umsetzung des SIDE-Modells arbeiten werden und die auch als Tutor_innen für gehörlose Jugendliche tätig werden. Diese Projektmitarbeiter_innen werden auf Basis des „Blended Learning“-Ansatzes Schulungen und Beratung über Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.
  • Entwicklung des SIDE Blended-Lernmodells für das Pilotieren der Lehrpläne. Dieses Lernmodell basiert auf der Kombination von formellem Lernen, IKT und nicht-formellem Lernen. So soll die soziale und berufliche Eingliederung gehörloser Jugendlicher ermöglicht werden.
  • Ein nationaler Workshop, der sich an gehörlose junge Menschen und an wichtige Stakeholder richtet. Dort werden die Ergebnisse der SIDE-Pilotierung präsentiert und die Vorteile der Verwendung des Modells für gehörlose Jugendliche erklärt.

Die Aktivitäten werden von sechs Partner_innen-Organisationen in vier Ländern (Österreich, Zypern, Italien und Slowakei) umgesetzt.

Mehr Information unter: www.side-project.eu

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

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ASSIST HIP - Erwachsenenbildung in assistierenden Technologien für Personen mit Hörbeeinträchtigungen

Das Projekt richtet sich an Personen, die Bildung oder Dienstleistungserbringung für Personen mit Hörbeeinträchtigungen tätig sind. Das Projekt bietet auch Menschen mit Hörbeeinträchtigungen aktueller Informationen zu Unterstützungsmaßnahmen sowie assistierenden Technologien an.

In den letzten Jahren gab es große Veränderungen und Fortschritte in Kommunikationstechnologien, sowie assistierenden Technologien. Diese Veränderungen wirken sich direkt auf Menschen mit Hörbeeinträchtigungen aus. Dadurch werden gesellschaftliche Barrieren langsam abgebaut. Die Auswahl an assistierenden Technologien ist so vielfältig, dass es schwer ist, zurecht zu finden.

Unsere Zielgruppen sind Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, sowie Menschen, die Dienstleistungen, Produkte, Gesundheitsberatung, Bildung und Training, und andere Leistungen für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen anbieten.

Zu unseren Aktivitäten gehört die Entwicklung eines Online-Katalogs, der detaillierte Informationen (technische Informationen, Rückmeldungen von Benutzern, Kontaktinformationen und Videomaterial) zu assistierenden Technologien bereitstellt. Es wird auch eine Trainingsleitfaden entwickelt. Der Leitfaden wird an 240 Fachpersonal und Personen mit Hörbeeinträchtigungen getestet.

Unser Projekt startete am 1. September 2018. Es geht am 31. August 2020 zu Ende.

Die Projektpartner sind Unie neslyších Brno, z.s. in der Tschechischen Republik, Centrum vizualizace eine Interaktivität vzd?lávání, s.r.o., Ostrava, in der Tschechischen Republik, Equalizent schulungs-und beratungs, GmbH, Wien, in Österreich, Racio, družba za razvoj sloveskega kapitala, d.o.o., in Slowenien

Projektnummer: 2018-1-CZ01-KA204-048059

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

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From Theory to Practice

Das  Projekt „From Theory to Practice“ hat zum Ziel, die Qualität von Sonderschulen für Kinder zwischen 0 und 15 Jahren zu verbessern. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Vorsorge im Bereich  ihrer (auditiven) Gesundheit durch internationalen Austausch zwischen den Kooperationspartner_innen.

Es gibt eine Reihe theoretischer Ansätze zur Verbesserung der Bildung von Menschen mit Behinderung(en) bzw. Gehörlosigkeit oder Hörbeeinträchtigung. In den Sonderschulen der Türkei und anderer Länder wurden in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen wie z.B. Bewusstseinsbildung für Cochlea Implantate oder Hörgeräte, Informationskampagnen über Ursachen für und Vorbeugung von Hörverlust. Allerdings fehlen praxisorientierte Maßnahmen (z.B. Workshops) für die Schüler_innen und auch für ihre Familien.

Cochlear Implantat (CI)

Geschätzte 1‰ der Weltbevölkerung sind gehörlos. In Österreich leben etwa 10.000 gehörlose Menschen. Der Firma Med-EL zufolge werden pro Jahr rund 500 Cochlea Implantat-Operationen durchgeführt. Circa 90% der gehörlosen Babys erhalten ein CI. Das bedeutet, dass rund 1,7 Millionen Euro pro Jahr in CI-Operationen fließen.

Das Thema CI ist jedoch ein sehr kontroversielles: CI-Operationen sind mit Risiken verbunden und sie haben auch Auswirkungen auf die Identität der gehörlosen Menschen. Andererseits kann das CI auch neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen.

Im folgenden Video sollen CI-Träger_innen und die Österreichische CI-Gesellschaft (ÖCIG) zu Wort kommen und so verschiedene Sichtweisen auf das Thema aufzeigen:

https://vimeo.com/245886625

Kommunikation in der Familie

90% der gehörlosen Kinder in Österreich haben hörende Eltern und 90% der gehörlosen Kinder haben ein CI. Oftmals besteht die Annahme, dass gehörlose Kinder mit CI quasi zu hörenden Kindern werden. Die Bildung zielt daher meist ausschließlich auf den Erwerb der Lautsprache ab.

Im folgenden Video erklären die Interviewten, dass die Kommunikation in der Familie trotz CI schwierig sein kann. Sie erzählen über ihre persönlichen Erfahrungen und wie die Familie mit der „Herausforderung Kommunikation“ umgeht.  

https://vimeo.com/245888339

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

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  • Zertifiziert 

    WienCert zertifiziert
  • Hauptfördergeber 

    Hauptfördergeber Sozialministerium
  • Anerkannter Bildungsträger 

    Anerkannter Bildungsträger AK Wien
  • Anerkannter Bildungsträger 

    Anerkannter Bildungsträger WAFF
  • Zertifiziert 

    Zertifiziert ECDL