Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Unsere EU-Kooperationen

Gemeinsam für Veränderung

Seit vielen Jahren setzt das equalizent auf internationale Kooperationen. Die EU-Projekte, an denen wir mitwirken, dienen dazu, gehörlosen und schwerhörigen Menschen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen und ihre Jobchancen zu erhöhen. Aus der Vernetzung mit Partner_innen anderer EU-Länder entstehen laufend nachhaltig nutzbare, bilinguale Lernmaterialien.


Accessible Work for All

Accessible Work for All zielt darauf ab, durch die Bereitstellung von barrierefreien Informationen über Arbeitsrecht die Gleichberechtigung gehörloser Menschen im Bereich Arbeit und Jobsuche zu fördern.  

Gehörlose Arbeitssuchende bekommen Zugang zu Informationen in ihrer Muttersprache - der Gebärdensprache - auf Video mit Klartext-Untertiteln und visueller Unterstützung in Form von Zeichnungen und Animationen

So können gehörlose Menschen selbstbestimmt und ohne Unterstützung von z.B. Dolmetscher_innen Informationen einholen.

Die Bereitstellung digitaler Onlinetools trägt zudem dazu bei, die Unterschiede beim Zugang zu und der Verwendung von digitalen Technologien zu verringern.

Dem Grundsatz des partizipativen Ansatzes folgend nehmen 120 gehörlose Arbeitssuchende nehmen aktiv am Projekt teil.

Accessible Work for All wird in Österreich, Deutschland, Italien und Polen umgesetzt.

Career Paths Inclusive

Das Projekt “Career Paths Inclusive“ richtet sich an junge gehörlose Menschen und unterstützt sie bei ihrer Suche nach dem richtigen Beruf. Mit Multimediatools mit Gebärdensprache können sie ihre Interessen, Stärken und Schwächen herausfinden. Informationen in Gebärdensprache über verschiedene Berufsfelder erleichtern die Berufswahl dieser jungen Menschen.  

Du willst mehr darüber wissen? Dann schau auf die Projekt-Webseite, auf Facebook und auf Instagram!

MADE - Museum and Art education for Deaf Empowerment

In Kunstmuseen wird kaum darauf geachtet, dass auch Gehörlose ein Recht auf Teilhabe haben, dass sie Kunst genießen und auch verstehen wollen. Das EU-Projekt “MADE - Museum and Art education for Deaf Empowerment” widmet sich diesem Thema und entwickelt Tools, um Gehörlosen den Zugang zu Kunst zu erleichtern. 

diversamente coding

diversamente coding ist ein Erasmus + Projekt. Im Rahmen des Projekts entwickeln wir ein Trainingskonzept, das Menschen mit Behinderungen ermöglicht, digitale Fähigkeiten und Programmierkenntnisse zu erwerben bzw. zu auszubauen.

Das Projekt richtet sich an gehörlose oder schwerhörige Menschen zwischen 18 und 55 Jahren. Diese Zielgruppe wurde gewählt, weil gehörlose oder schwerhörige Personen über ausgeprägte Fähigkeiten in Kommunikation, Wahrnehmung und Visualisierung verfügen. So sind sie es z.B. gewöhnt, alternative und kreative Kommunikationswege mit hörenden Menschen zu finden.

Das Projekt baut auf all diesen wertvollen Fähigkeiten auf und erweitert sie zudem: Die gehörlosen/schwerhörigen Teilnehmer_innen werden zu Produzent_innen digitaler Kultur ausgebildet, indem sie ihre bereits existierenden Fähigkeiten gezielt anwenden. Inklusive Teamarbeit ist ein wesentliches Element des Projekts. Das fördert soziale Beziehungen und baut interkulturelle Brücken. Eine transnationale Umfrage über die digitalen Kompetenzen unserer Zielgruppe zu Beginn des Projekts dient der Bedarfserhebung. Auf dieser Basis werden spezifische Trainingsmethoden und -materialien nach einem integriertes Lernmodell (Blended Learning) entwickelt. Diese werden auf eine E-Learning-Plattform hochgeladen und von ausgewählten Teilnehmer_innen getestet.

Folge uns auf: www.diversamentecoding.com, www.instagram.com/diversamentecodingwww.facebook.com/diversamentecoding 
und https://www.youtube.com

Dis-Entrepreneurship

Das EU-Projekt Dis-Entrepreneurship möchte Menschen mit Behinderung Fähigkeiten im Bereich Digitales und Unternehmertum vermitteln, um sie damit zu empowern, sich im Rahmen eines Sozialunternehmens selbständig zu machen.

Im Projekt wird eine online Plattform mit Lernmodulen und Austauschmöglichkeiten, mit einer Datenbank von Lernressourcen und einer Landkarte von Initiativen im Bereich Soziales Unternehmertum erstellt.
Außerdem werden Dis-Entrepreneurship Gemeinschaftszentren entwickelt. Das sind Anlaufstellen für Menschen mit Behinderung sind, die als Sozialunternehmer_innen tätig sein wollen.
Ein weiterer Teil des Projekts umfasst eine Sensibilisierungskampagne für das Thema der Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderung.

Dis Entrepreneurship wird in Slowenien, Griechenland, Österreich und Zypern durchgeführt.

ASSIST HIP - Erwachsenenbildung in assistierenden Technologien für Personen mit Hörbeeinträchtigungen

Das Projekt richtet sich an Personen, die im Bereich Bildung oder Dienstleistungserbringung für Personen mit Hörbeeinträchtigungen tätig sind. Das Projekt bietet auch Menschen mit Hörbeeinträchtigungen aktuelle Informationen zu Unterstützungsmaßnahmen sowie zu assistierenden Technologien an.

In den letzten Jahren gab es große Veränderungen und Fortschritte in Kommunikationstechnologien, sowie assistierenden Technologien. Diese Veränderungen wirken sich direkt auf Menschen mit Hörbeeinträchtigungen aus. Dadurch werden gesellschaftliche Barrieren langsam abgebaut. Die Auswahl an assistierenden Technologien ist so vielfältig, dass es schwer ist, sich zurecht zu finden.

Unsere Zielgruppen sind Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, sowie Menschen, die Dienstleistungen, Produkte, Gesundheitsberatung, Bildung und Training, und andere Leistungen für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen anbieten.

Zu unseren Aktivitäten gehört die Entwicklung eines Online-Katalogs, der detaillierte Informationen (technische Informationen, Rückmeldungen von Benutzer_innen, Kontaktinformationen und Videomaterial) zu assistierenden Technologien bereitstellt. Es wird auch ein Trainingsleitfaden entwickelt. Dieser wird an 240 Expert_innen (Fachpersonal) und Personen mit Hörbeeinträchtigungen getestet.

Unser Projekt startete am 1. September 2018. Es geht am 31. August 2020 zu Ende.

Die Projektpartner_innen sind Unie neslyších Brno, z.s. in der Tschechischen Republik, Centrum vizualizace eine Interaktivität vzd?lávání, s.r.o., Ostrava, in der Tschechischen Republik, equalizent schulungs-und beratungs, GmbH, Wien, in Österreich, Racio, družba za razvoj sloveskega kapitala, d.o.o., in Slowenien

Projektnummer: 2018-1-CZ01-KA204-048059

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

Nach oben


SIDE - Supporting Innovative models for Deaf youth Empowerment

Das Projekt SIDE wird im Rahmen des ERASMUS + YOUTH Programms der Europäischen Union kofinanziert. Es handelt sich dabei um ein 2-jähriges Projekt, das im März 2017 begann und im Februar 2019 endet.

Ziel des Projekts ist es, ein so genanntes „integriertes Lernmodell“ („Blended Learning“) zu entwickeln, das auf Gebärdensprache, visueller Sprache und Kunst basiert. Dadurch können gehörlose Jugendliche grundlegende, transversale und berufliche Kompetenzen erwerben. Diese unterstützen sie in der Folge beim Übergang von der Ausbildung in die Berufswelt.   

Gehörlose Jugendliche haben Schwierigkeiten Zugang zu Ausbildungen und Arbeitsplätzen zu erlangen. Zudem sollen ihre Beschäftigungsaussichten verbessert werden. Dafür sind Bildungs- und berufsfördernde Programme erforderlich, die ihnen zugänglich sind und die auf den Talenten gehörloser Menschen aufbauen.

Als Lernmethode visuelle Sprachen bzw. Kunst anzuwenden ergibt sich aus der spezifischen Begabung gehörloser Menschen: ihrer Kreativität, die nicht auf gesprochener, sondern auf einer visuellen Sprache (Gebärdensprache) beruht. Auch die Bedeutung des Sehens für ihre Wahrnehmung war ausschlaggebend für die Wahl der Methode.

Der Fokus des Projekts liegt auf der Erarbeitung und Erprobung eines Blended Learning Modells für gehörlose Jugendliche. Das beinhaltet auch reale, informelle Trainingsmethoden (Outdoor-Trainings, Coaching, Improvisationstheater) und virtuellen Unterricht. Die Trainings basieren auf professionellen didaktischen Modulen. Videos und Gebärdensprache werden dabei in eine virtuelle Lernumgebung eingebettet.

Die Erreichung der SIDE-Projekt- und Qualitätsziele wird durch die Umsetzung der folgenden Aktivitäten sichergestellt:

  • Eine Umfrage unter gehörlosen jungen Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren, um ein besseres Verständnis der Motivationen und Barrieren zu entwickeln, die sie beim Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung vorfinden. Ziel ist es, jene Hauptkompetenzen herauszufinden, die im Blended-Learning-Modell entwickelt werden müssen.
  • Schulungen für Projektmitarbeiter_innen, die an der Umsetzung des SIDE-Modells arbeiten werden und die auch als Tutor_innen für gehörlose Jugendliche tätig werden. Diese Projektmitarbeiter_innen werden auf Basis des „Blended Learning“-Ansatzes Schulungen und Beratung über Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.
  • Entwicklung des SIDE Blended-Lernmodells für das Pilotieren der Lehrpläne. Dieses Lernmodell basiert auf der Kombination von formellem Lernen, IKT und nicht-formellem Lernen. So soll die soziale und berufliche Eingliederung gehörloser Jugendlicher ermöglicht werden.
  • Ein nationaler Workshop, der sich an gehörlose junge Menschen und an wichtige Stakeholder richtet. Dort werden die Ergebnisse der SIDE-Pilotierung präsentiert und die Vorteile der Verwendung des Modells für gehörlose Jugendliche erklärt.

Die Aktivitäten werden von sechs Partner_innen-Organisationen in vier Ländern (Österreich, Zypern, Italien und Slowakei) umgesetzt.

Mehr Information unter: www.side-project.eu

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

Nach oben


From Theory to Practice

Das  Projekt „From Theory to Practice“ hat zum Ziel, die Qualität von Sonderschulen für Kinder zwischen 0 und 15 Jahren zu verbessern. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Vorsorge im Bereich  ihrer (auditiven) Gesundheit durch internationalen Austausch zwischen den Kooperationspartner_innen.

Es gibt eine Reihe theoretischer Ansätze zur Verbesserung der Bildung von Menschen mit Behinderung(en) bzw. Gehörlosigkeit oder Hörbeeinträchtigung. In den Sonderschulen der Türkei und anderer Länder wurden in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen wie z.B. Bewusstseinsbildung für Cochlea Implantate oder Hörgeräte, Informationskampagnen über Ursachen für und Vorbeugung von Hörverlust. Allerdings fehlen praxisorientierte Maßnahmen (z.B. Workshops) für die Schüler_innen und auch für ihre Familien.

Cochlear Implantat (CI)

Geschätzte 1‰ der Weltbevölkerung sind gehörlos. In Österreich leben etwa 10.000 gehörlose Menschen. Der Firma Med-EL zufolge werden pro Jahr rund 500 Cochlea Implantat-Operationen durchgeführt. Circa 90% der gehörlosen Babys erhalten ein CI. Das bedeutet, dass rund 1,7 Millionen Euro pro Jahr in CI-Operationen fließen.

Das Thema CI ist jedoch ein sehr kontroversielles: CI-Operationen sind mit Risiken verbunden und sie haben auch Auswirkungen auf die Identität der gehörlosen Menschen. Andererseits kann das CI auch neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen.

Im folgenden Video sollen CI-Träger_innen und die Österreichische CI-Gesellschaft (ÖCIG) zu Wort kommen und so verschiedene Sichtweisen auf das Thema aufzeigen:

https://vimeo.com/245886625

Kommunikation in der Familie

90% der gehörlosen Kinder in Österreich haben hörende Eltern und 90% der gehörlosen Kinder haben ein CI. Oftmals besteht die Annahme, dass gehörlose Kinder mit CI quasi zu hörenden Kindern werden. Die Bildung zielt daher meist ausschließlich auf den Erwerb der Lautsprache ab.

Im folgenden Video erklären die Interviewten, dass die Kommunikation in der Familie trotz CI schwierig sein kann. Sie erzählen über ihre persönlichen Erfahrungen und wie die Familie mit der „Herausforderung Kommunikation“ umgeht.  

https://vimeo.com/245888339

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

Nach oben


  • Zertifiziert 

    WienCert zertifiziert
  • Hauptfördergeber 

    Hauptfördergeber Sozialministerium
  • Anerkannter Bildungsträger 

    Anerkannter Bildungsträger AK Wien
  • Anerkannter Bildungsträger 

    Anerkannter Bildungsträger WAFF
  • Zertifiziert 

    Zertifiziert ECDL