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"Zeichen gehören gesetzt!“ ist ein Projekt der EQUAL Entwicklungspartnerschaft „Blickwechsel - Neue Perspektiven für den Gesundheits- und Sozialbereich“ und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der österreichischen Bundesregierung für Menschen mit Behinderung finanziert und von einer Vielzahl an ProjektpartnerInnen unterstützt: Österreichischer Gehörlosenbund, AUVA, Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen, Fonds Soziales Wien, Oberösterr. Gebietskrankenkasse, Österr. Gewerkschaftsbund, Pensionsversicherungsanstalt, Wiener Gebietskrankenkasse, Wirtschaftskammer Österreich und dem Bundessozialamt Wien.

Ein Projekt, gefördert vom Bundessozialamt aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der österreichischen Bundesregierung (Behindertenmilliarde) für Menschen mitBehinderungen, des Europäischen Sozialfonds sowie aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich.
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Hintergrund
Internationale Beispiele zeigen: Es gibt gehörlose ÄrztInnen, ZahnärztInnen, PhysiotherapeutInnen, Klinische PsychologInnen, KrankenpflegerInnen, SozialarbeiterInnen, ErgotherapeutInnen etc.
Mit der gesetzlichen Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache (Juli 2005) sollen verstärkt gleichberechtigte Bildungs- und Arbeitszugänge für gehörlose und schwerhörende Menschen in Österrreich unterstützt und realisiert werden. Speziell die Fähigkeiten von gehörlosen und schwerhörigen Personen im Bereich der visuellen Kommunikation stellen eine wichtige Kompetenz dar, die vielfältig in Gesundheits- und Sozialberufen in der täglichen Arbeit gebraucht wird und diese bereichert.
Aber gerade Berufe im Gesundheits- und Sozialbereich sind viele Zugangsbarrieren gegeben. Die rechtlichen Zugangsbedingungen zu einer Vielzahl an Berufen im genannten Bereich waren bislang durch den gesetzlichen Passus der „körperlichen und geistigen Eignung“ gegeben. Mit dem Inkrafttreten des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes (BGstG) im Jänner 2006 wurde durch das entsprechende Begleitgesetz (Inkrafttreten 23.06.2006) der benachteiligende Begriff der „körperlichen und geistigen Eignung“ aus zahlreichen Berufsgesetzen gestrichen und durch „gesundheitliche Eignung“ oder durch den generellen Begriff „Eignung“ ersetzt. Inwiefern dadurch die bestehenden Probleme vermieden werden können, bleibt abzuwarten. Es wird davon abhängen, wie die jeweils zuständigen Behörden bei Anträgen auf Berufszulassung die geänderte Gesetzesbestimmung in der Praxis anwenden.
Ziel 1. Ziel des Projektes ist es, gehörlose und schwerhörende Menschen für qualifizierte Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialbereich vorzubereiten und ihnen damit neue Berufsmöglichkeiten zu eröffnen. Für diejenigen, die in diesen Bereichen schon beschäftigt sind, sollen Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnet werden, die einen beruflichen Aufstieg bewirken (= Durchführung eines Vorqualifizierungslehrganges).
2. Ziel des Projektes ist es, VertreterInnen von Institutionen des Gesundheits- und Sozialbereiches (im Speziellen Ausbildungsinstitutionen) zu informieren und sensibilisieren und nachhaltige Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen.
Zielsetzungen im Überblick • Gebärdensprache als zusätzliche, „neue“ Ressource erkennen • Erweiterung des Arbeitskräftepools für den Gesundheits- und Sozialbereich • Entwicklung von Produkten im Bereich Fachgebärden (CD-Rom) • Entwicklung und Durchführung eines Lehrganges zur Vorqualifizierung für Berufe im Gesundheits- und Sozialbereich • Information für (Teil-)Öffentlichkeiten (Workshops, Seminare, Vorträge)
Zielgruppe
1. Gehörlose und schwerhörende Menschen, die im Bereich Gesundheit, Pflege oder Soziales arbeiten möchten bzw. eine Ausbildung anstreben. 2. VertreterInnen des Gesundheits- und Sozialbereiches (Ausbildungsinstitutionen, berufliche Vertreterinnen etc.)
ÜBERSICHT DER AKTIVITÄTEN & PRODUKTE _____________________________________________________________________________________
Berufe im Gesundheits- und Sozialbereich / ÖGS-Videoclips
Berufsinformationsvideos in ÖGS zu den Berufen: Alten - und PflegehelferIn, Hebamme/Geburtshelfer, Dipl. Krankenschwester/ -pfleger, GewerblicheR MasseurIn, HeimhelferIn, KindergartenhelferIn, KindergärnterIn, Sozialpädagoge/-pädagogin, Behintertenpädagoge/-pädagogin, Tagesmutter/-vater, FußpflegerIn
Die ÖGS-Videoclips wurde erstellt in Kooperation mit dem Österreichischen Gehörlosenbund (ÖLGB), Mag Helene Jarmer, Günter Roiss
Ausgewählte Berufsbilder – ÖGS-Videocips ____________________________________________________________________________________________________
Entwicklung und Durchführung des Vorqualizierungslehrganges "Zeichen gehören gesetzt!"
- Neue Wege und Chancen, um einen qualifizierten Zugang zum Gesundheits und Sozialbereich für gehörlose und schwerhörende Menschen zu ermöglichen.
- Vermittlung von Berufinformation im Bereich Gesundheit & Soziales - Vermittlung von Fachkompetenz ( Einführung) im Bereich Gesundheit & Soziales - Erweiterung der Berufsperspektiven von gl und sh Menschen durch zielgruppenanpasste Vermittlungsangebote - neue Betreuungskompetenzen für gehörlose und schwerhörende Klientinnen Empowerment
Nähere Information Vorqualifizierungslehrgang "Zeichen gehören gesetzt!" Dauer: Jänner 2006 – Juni 2007 ____________________________________________________________________________________________________
Diskriminierungsbericht/ Bereich Gesundheit Gemeinsam mit Lydia Tonar (Diskriminierungsauftrage/ Österreichischer Gehörlosenbund) haben die Lehrgangansteilnehmerinnen Diskriminierungsbeispiele sowie Maßnahmen gegen Diskriminierung in gesammelt.
Diskriminierungserfahrungen gehörloser Menschen im Gesundheitsbereich (274 kb)  ____________________________________________________________________________________________________
Radiobeitrag Journal Panorama: "Gebärdesprache: Eine Sprache für die Gehörlosen" (mit einem Teilbetrag über das Projekt "Zeichen gehören gesetzt!")
Hörbeitrag der Sendung: http://www.equalizent.com/data/bilder/oe1jourpan_lang.wma http://www.equalizent.com/equp/pdf/pan.pdf ____________________________________________________________________________________________________
Workshop: "Visulle Kommunikation": gehörlos - schwerhörend - hörend Der Workshop wird speziell für Vertreterinnen (Mitarbeiterinnen) aus dem Gesundheits und Sozialbereich angeoten (Ausbildungsinstitutionen, Mitarbeiterinnen von Krankenhäusern, Pflege und Altenheimen etc.)
Inhalt im Überblick: -Informationen über Gehörloseigkeit, Schwerhörigkeit - Informationen über Institutionen im Bereich Gehörlosigkeit - Infomationen über barrierefreie Kommunikation (Kommunikationsguidelines) - Übungen zu visueller Kommunikation - Einführung in die Österreichische Gebärdesprache mit Schwerpunkt "Gebärden im Bereich Gesundheit und Medizin"
Dauer: 3 Stunden Kontakt/ Anmeldeung: office[at]equalizent.com
____________________________________________________________________________________________________ Fachtagung "Zeichen gehören gesetzt", 19.04.2007
Die Tagung setzt ein weiteres Zeichen für die Ziele und das Engagement des Projekts: Verbesserung und Förderung barrierfreier Aus und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie des beruflichen Zugangs für gehörloser Expertinnen, die in Berufen im Bereich Projekten und Initiativen zeigen umfassend Beispiele, wie eine gelungene gelebte Vielfalt in Ausbildung und Beruf stattfinden kann- ebenso werden bestehenende Barrieren in Bezug auf Ausbildungs und Berufmöglichkeiten thematisiert aufgezeigt.
Veranstaltungsort: Universitätscampus Altes AKH, Wien Termin 19.04.2007
Fachtagung „Zeichen gehören gesetzt!“- April 2007
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